Katastrophenschutzübung "Sturzflut" 14.10.2017

Pressemitteilung des Rhein-Sieg-Kreis (rl):

Es war viel los am Samstag in Teilen von Hennef, Sankt Augustin, Siegburg und Troisdorf! Grund war die Großübung „Sturzflut 2017“.

Da wurden Deiche mit Sandsäcken verstärkt, Personenrettungen aus dem Hochwasser simuliert, Hubschrauber brachten Sandsäcke zu speziell ausgewählten Orten, Strömungsretter „befreiten“ den Mühlengraben von mitgeführten Gehölzen, eine Gasleitung wurde gesichert. Hintergrund war die Großübung „Sturzflut 2017“, an der insgesamt fast 600 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk sowie den Wasserrettungszügen von DRK und DLRG teilnahmen. Die Bundespolizei unterstützte die Maßnahmen zum Teil mit Hubschraubern zum Einrichten einer Luftbrücke für Sandsäcke sowie Deichkontrollflüge.

Doch nicht nur die Einsatzkräfte der unterschiedlichen Einheiten ‚“übten“ gemeinsam den Notfall, auch die Einsatzleitung - bestehend aus über 60 Führungskräften der kreisangehörigen Feuerwehren und Fachberaterinnen und –beratern der Hilfsorganisationen, dem THW, der Polizei und der Bundeswehr - erhielt eine Stabsrahmenübung, in der einsatztaktische Entscheidungen überprüft wurden. Simuliert wurden hier zusätzliche Sturmschäden und ein Rheinhochwasser.

„Eins ist wichtig im Ernstfall: Jede Einheit muss wissen, was die andere tut und genau das wird heute geübt; ich danke allen Beteiligten für ihren Einsatz und die hervorragende Planung“, so Kreisdirektorin Annerose Heinze bei der Begrüßung im Kreisfeuerwehrhaus.

Immer häufiger kommt es zu großen überregionalen Hochwasserereignissen, wie dem Elbehochwasser 2013 aber auch regional begrenzte Starkregenereignisse, z.B. im Jahr 2016 in Niederbayern, Simbach und Wachtberg verdeutlichen die Naturgefahr des Wassers. Bei diesen Ereignissen hängt das Ausmaß des Schadens ganz erheblich davon ab, wie gut und zielführend die Vorsorge getroffen wurde. Hierzu gehören einerseits bauliche Maßnahmen, wie Deichrückhaltungen, andererseits aber auch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Einsatzkräfte. Arbeitsschritte und Techniken müssen bekannt und aufeinander abgestimmt sein, Schnittstellen müssen „geglättet“ werden. „Zusammen üben heißt, im Ernstfall gemeinsam Erfolg haben“, so Kreisbrandmeister Dirk Engstenberg.

Auch Landrat Sebastian Schuster ließ es sich nicht nehmen, sich persönlich ein Bild von den Aktivitäten der Einsatzkräfte zu machen, bei denen es sich zum Großteil um ehrenamtlich Tätige handelte. „Ich danke ganz besonders den hier beteiligten Ehrenamtlern, die im Ernstfall für den Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger da sind und ohne der Katastrophenschutz im Rhein-Sieg-Kreis nicht funktionieren würde.“

Weitere Bilder zur Übung sind hier zu finden.

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Ergänzung zu Tätigkeiten der Hückeswagener DLRG-Kräfte:

Zu der oben aufgeführten Großübung wurden durch die Bezirksregierung Köln auch 2 Wasserrettungszüge des DLRG Landesverbandes Nordrhein alarmiert. Die Ortsgruppe Hückeswagen gehört einem dieser Wasserrettungszüge an und stellt mit Einsatz-KFZ und Hochwasserboot einen Bootstrupp. Mit diesem machten sich 5 Helfer am 14.10.2017 um 5 Uhr auf ins Schadensgebiet, ein weitere Helfer war auf einem Zugtruppfahrtzeug eingesetzt.

Hier musste nach einem kurzen Frühstück ein Einsatzszenario abgearbeitet werden, bei dem ein Fahrzeug infolge eines Unfalls von einer Brücke gefallen war und zudem noch einen kleinen Tankcontainer verloren hatte. Unser Hochwasserboot war als erstes auf dem Wasser und führte eine Personenrettung sowie die Begung des (leeren) Tankcontainers durch und transportierte mehrere Strömungsretter. Die nicht als Bootsbesatzung eingesetzten Hückeswagener Helfer unterstützten bei der "Reanimation" einer geretteten Person (Übungspuppe).

Auf dem Weg zum nächsten Übungsplatz konnte der Transport von Sandsäcken mit Hubschraubern der Bundespolizei sowie Erkundungsflüge am Deich beobachtet werden.

Eine Erhöhung eines Deichstückes mit Sandsäcken war die nächste Aufgabe, welche zur Zufriedenheit der Übungsbeobachter sehr schnell erledigt wurde.

Im nächsten Szenario sollte ein Boot per THW-Kran in die Sieg eingesetzt werden, wo dann Gerüstbauteile und Personal des THW transportiert werden sollten. Der Hückeswagener Bootstrupp fungierte hierbei zunächst als Sanitätstrupp zur Sicherung der eigenen Helfer. Da die anfangs für diese Übung eingeplanten Boote aus technischen Gründen nicht per Kran gehoben werden konnten, wurde dann wieder das Hückeswagner Hochwasserboot vorbereitet, bevor die Übung aufgrund des fortgeschrittenen Tagesverlaufes abgebrochen wurde.

Die Hückeswagener Helfer kamen nach Übungsende gegen 18.15 Uhr wieder an der eigenen Wachstation an, wo das KFZ noch ausgeladen und aufgeräumt wurde, so dass sie gegen 19 Uhr endlich Feierabend machen konnten.

Neben den 6 Übungsteilnehmern waren auch 2 Hückeswagener DLRG-Mitglieder in der Übungsleitung aktiv.

Eigene Fotos durften während der Übung nicht gemacht werden, daher verweisen wir auf die folgenden zahlreichen Links (werden noch ergänzt):

Berichte+Bilder:

Bildergalerie DLRG Landesverband Nordrhein: https://nordrhein.dlrg.de/presse/bildergalerien.html?tx_dlrgiscgalerie_pi1%5Bgid%5D=36&tx_dlrgiscgalerie_pi1%5Bcontroller%5D=Galerie&cHash=f7e14b737088de024e90aa2edb2ffbe7

Bericht DLRG Landesverband Nordrhein: https://nordrhein.dlrg.de/isc-news-im-detail/neuigkeit/248/News.html

WDR: http://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/rhein-sieg-kreis-sturzflut-uebung-100.html

Rundschau Online: http://www.rundschau-online.de/region/rhein-sieg/grossuebung-an-sieg-und-agger-600-rettungskraefte-proben--sturzflut--im-sonnenschein-28593610

General-Anzeiger Bonn: http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/sieg-und-rhein/siegburg/600-Retter-proben-den-Ernstfall-Sturzflut-article3675202.html

Links zu Videos:

Video-Bericht Generalanzeiger Bonn: https://www.youtube.com/watch?v=9TZnVw_6rkw

Video Einsatzfahrten_NRW (wir sind das 3. Fahrzeug im ersten dargestellten Zug und bei 8:48 nochmals zu sehen):  https://www.youtube.com/watch?v=ey2Dfokpz4U

Video Einsatzfahrten_Koeln (wir sind das 3. Fahrzeug im ersten dargestellten Zug): https://www.youtube.com/watch?v=YWsuEC-fkZ0