Eisrettungsübung 11.01.2009

Die DLRG ist nicht nur im Sommer an den Talsperren aktiv, um Wassersportler in Notlagen zu helfen, sondern auch im Winter, um Personen, die ins Eis eingebrochen sind, zu retten.

Da dies nicht ohne Übung geht, nutzten insgesamt 30 ehrenamtliche Einsatzkräfte der DLRG aus den Bezirken Oberbergischer Kreis und Wuppertal am 11.01.2009 die seltene Gelegenheit und führten auf der zugefrorenen Bevertalsperre verschiedene Rettungsübungen durch.

Im Vorfeld durchgeführte Messungen ergaben im Übungsbebiet vor der Wachstation der DLRG Hückeswagen sehr unterschiedliche Eisdicken zwischen 5 und 15 cm, wobei die Unterschiede durch die Schneedecke auf dem Eis nicht sichtbar waren. An einzelnen Stellen der Talsperre war die Eisdecke am Vorabend noch nicht ganz geschlossen, so dass die Dicke hier unter 1 cm lag. Durch ein leichtes Absenken des Wasserstandes in der Talsperre haben sich zudem zahlreiche Risse im Eis gebildet, so dass ein gefahrloses Betreten des Eises nicht möglich ist.

Die Rettungsschwimmerinnen  und - schwimmer der DLRG (darunter 10 Helfer der DLRG Hückeswagen) probten die Eisrettung mit verschiedenen Hilfsmitteln, z.B. mit:

  • einem umgebauten Surfbrett,
  • Leitern
  • Bierzelt-Garnituren
  • Schleifkorbtrage
  • Hochwasserboot mit Rollen.

Die anwesenden Einsatztaucher probten auch die Suche unter dem Eis.

Ein Schwerpunkt der Übung bestand auch in der Eigensicherung der Einsatzkräfte: während der gesamten Übung wurden alle Rettungssschwimmer auf dem Eis über Leinen vom Land aus gesichert, um nicht selbst bei einem Eiseinbruch in Lebensgefahr zu geraten.

Zahlreiche Spaziergänger unterschätzten im Laufe des Tages die Gefahr und wanderten (teilweise mit Kinderwagen!) quer über die Talsperre, obwohl rund um die Talsperre entsprechende Verbotsschilder aufgestellt sind und die Presse in den vergangenen Tagen häufig auf die Gefahr beim Betreten der Eisflächen hingewiesen hat.

Weiter Informationen zu Gefahren und Maßnahmen finden Sie hier.