Eisrettungsübung 28.01.2017

Die frostigen Temperaturen der vergangenen Wochen haben dafür gesorgt, dass die Bevertalsperre von einer ca. 10-12 cm dicken Eisschicht bedeckt ist. Diese recht seltene Gelegenheit nutzten einige Rettungsschwimmerinnen und Rettungsschwimmer der DLRG Hückeswagen e.V. und trafen sich zu einer Eisrettungsübung an der Wachstation.

Ebenfalls beteiligt waren 4 Kameraden der Feuerwehr Hückeswagen - Löschzug Stadt, 2 Rettungsschwimmer des DLRG Bezirkes Wuppertal, 1 Rettungsschwimmer der DLRG Wipperfürth und eine Kameradin aus der DLRG Ortsgruppe Weidenau.

Nach einer allgemeinen Sicherheitseinweisung erfolgten zunächst verschiedene Übungen, bei denen die sicheren Fortbewegungsmöglichkeiten auf dem Eis getestet wurden. Im späteren Verlauf der insgesamt 4,5-stündigen Übung mussten dann auch ins Eis "eingebrochene" Personen (Rettungsschwimmer mit Neopren-Anzug) aus dem Wasser/Eis gerettet werden.

Bei allen Übungen stand die Sicherheit aller Beteiligten im Vordergrund: Jede Person auf dem Eis wurde von Land aus mit Leinen gesichert und trug zudem eine Rettungs- bzw. Strömungsretterweste.

Geübt wurde die Rettung mit Leitern, einem modifizierten Surfbrett, einer Schleifkorbtrage sowie einem Spineboard.

Mit vereinten Kräften wurde auch ein Hochwasserboot über das verschneite Ufer aufs Eis gebracht. Dieses kann den Helfern auch bei weit vom Ufer entfernt liegenden Einsatzstellen als sicherer Fixpunkt diesen, da es über das Eis zur Einsatzstelle gerollt werden kann. Die Retter können sich bei brechendem Eis auf das Boot zurückziehen und das ins Eis eingebrochene Boot kann dann ggf. mit Motorkraft als Eisbrecher fungieren. Die Eisdecke bei der Übung war aber so stabil, dass das Boot nicht eingebrochen ist. 

DLRG und Feuerwehr werden in Hückeswagen immer parallel zu im Eis eingebrochenen Personen (bzw. bei wärmeren Temperaturen zu ertrinkenden Personen) alarmiert. Daher hatte die Übung auch das Ziel, die verschiedenen Möglichkeiten der jeweils anderen Gruppierung kennen zu lernen, so dass im Einsatzfall eine schnelle gegenseitige Unterstützung erfolgen kann.

Wir möchten an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich darauf hinweisen, dass das Betreten der Eisflächen auf den Talsperren des Wupperverbandes unabhängig von der Eisdecke lebensgefährlich und Verboten ist!

Zu den Hintergründen und dem Verhalten bei Eiseinbrüchen siehe diese Seite.