Spendenübergabe 30.04.2016

Im Jahr 1737 wurde die erste Deutschland-Gruppe der Freimaurer gegründet, weitere Gruppen folgten und wurden weithin bekannt. Die teils sagenumwobene Gruppen vertreten die Prinzipien der Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz und Humanität und setzen sich so auch immer wieder für soziale Projekte ein. Sie sind ein Bruderbund, der über alle weltanschaulichen, politischen, nationalen und sozialen Grenzen hinweg Menschen verbinden soll.

Aufgrund ihres Weltverständnisses wurden die in sogenannten „Logen“ organisierten Freimaurer während des Nazi-Regimes verboten und verfolgt, jedoch bestehen verschiedene Logen weiterhin. In Deutschland sind sie unter dem Dach der großen National-Mutterloge „Zu den drei Weltkugeln“ organisiert.

Der in Hückeswagen wohnende Klaus Dieter Kenzler, Mitglied der in Remscheid ansässigen Johannisloge „Zur Stadt auf dem Berge“, hatte in der örtlichen Presse über die Probleme der DLRG Hückeswagen bei der Finanzierung ihrer Arbeit gelesen und seinen Logenbrüdern vorgeschlagen, die Arbeit zu unterstützen. Hieraus resultierte eine Spende in Höhe von 300 €, die zur Instandhaltung der Wachstation eingesetzt werden soll. Der Betrag wird zum Streichen der Außenfassade der Wachstation verwendet, da diese nach 13 Jahren verwittert bzw. teilweise ausgewaschen ist.

Als bei einem Einsatz an der Bevertalsperre im Januar 2015, an dem auch Einsatzkräfte der DLRG aus dem Rheinisch-Bergischen-Kreis beteiligt waren, der Bedarf eines Echolotes zur Personensuche unter Wasser festgestellt wurde, derartige gute Geräte aufgrund des Stückpreises von ca. 3.500 € für die DLRG selber aber nicht finanzierbar sind, konnten die Freimaurer ebenfalls helfen:

Als Projekt mehrerer NRW-Logen wurde ein mobiles Echolotgerät gespendet, welches bei der DLRG in Wermelskirchen stationiert wird und vorwiegend im Rheinisch Bergischen Kreis genutzt wird. Von dort kann es schnell zu Einsatzstellen in der gesamten Umgebung (also auch zur Bevertalsperre) transportiert und an einem Boot befestigt werden.  Hiermit lässt sich ein bis zu 70 m breiter Unterwasserbereich abtasten, so dass eine untergegangene Person schnell gefunden werden kann. Bislang konnte die Suche nur durch Taucher erfolgen, die jedoch aufgrund der eingeschränkten Sichtweiten in der gleichen Zeit nur einen sehr kleinen Bereich absuchen können.

Beide Spenden wurden am Samstag, den 30.04.2016 an der der Wachstation der DLRG Hückeswagen übergeben. Die hierzu erschienen Freimaurer-Brüder nutzen die Gelegenheit, sich intensiv über die Arbeit der DLRG und deren Finanzierung zu informieren, und besichtigten die Wachstation. Bei einer Fahrt mit dem Motorrettungsboot konnten sie sich dann von der Funktionsfähigkeit des Echolotes überzeugen.

Sowohl die DLRG des Rheinisch Bergischen Kreises, als auch die DLRG Hückeswagen e.V. bedanken sich recht herzlich für die Spenden!